ICILS-Studie in Deutschland unter neuer Leitung

Seit Frühjahr 2026 liegt die nationale Verantwortung für die internationale Vergleichsstudie ICILS (International Computer and Information Literacy Study) beim DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Zuvor koordinierte die Universität Paderborn die deutschen ICILS-Zyklen 2013, 2018 und 2023. Mit dem institutionellen Wechsel startet die Vorbereitung auf ICILS 2028; Ergebnisse werden 2029 erwartet.

ICILS wird von der IEA international koordiniert und erfasst im Fünfjahresrhythmus die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe im Ländervergleich. Im Fokus stehen zwei Bereiche: erstens computer- und informationsbezogene Kompetenzen (z. B. Informationen recherchieren, kritisch bewerten, verantwortungsvoll nutzen), zweitens Kompetenzen des Computational Thinking (algorithmisches Denken, Problemlösen). Ergänzend erhebt die Studie umfangreiche Kontextdaten zu Schulausstattung, Unterrichtsnutzung digitaler Medien sowie Einstellungen von Lehrkräften und Lernenden.

Für Bildungspolitik, Schulen und Unterricht liefert ICILS eine belastbare empirische Grundlage: Sie macht Stärken, Schwächen und besonders soziale Disparitäten in digitalen Kompetenzen sichtbar, unterstützt Schul- und Unterrichtsentwicklung und informiert die Weiterentwicklung digitaler Strategien. Mit ICILS 2028 werden inhaltliche Weiterentwicklungen umgesetzt: Aufgaben zum Umgang mit künstlicher Intelligenz sowie die systematische Integration des Themas „digitales Wohlbefinden“. Testinstrumente und Befragungen werden dafür aktualisiert, um den dynamischen Anforderungen digitaler Bildung gerecht zu werden.