Medienzentrum Cuxhaven investiert in medienpädagogische Fortbildung

Lehrkräfte fit für digitalen Unterricht zu machen und in ihrer digitalen Unterrichtsplanung zu unterstützen: das ist ein Ziel des Medienzentrums des Landkreises Cuxhaven. Für das Jahr 2024 hat das Medienzentrum aus diesem Grund einen Fokus auf die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften gelegt. Alle Lehrkräfte der kreiseigenen Schulen haben einen einjährigen Zugang zu fobizz.com erhalten. Das Hamburger Start-Up bietet Online-Fortbildungen zu Themen wie KI, digitalen Tools und informatischer Bildung an. Die Fortbildenden sind häufig selber Lehrkräfte und geben somit ihre eigenen Praxistipps über die Plattform an ihre Kolleg:innen weiter. Die Online-Fortbildungen können zu individuellen Zeiten abgerufen werden. Somit kann jede Lehrkraft für sich entscheiden, wann und welche Themen in den eigenen Arbeitsalltag passen. Und natürlich: DSGVO-konform 😉

Förderzusage für den Landkreis Nienburg: ein neuer Lernort entsteht

Das Kreismedienzentrum (KMZ) hat vom Nds. Kultusministerium den vollen Zuschlag für die technische Ausstattung eines Lehr- und Lernortes zum Erwerb digitaler Kompetenzen erhalten. Im Rahmen des Förderprogrammes „Lernräume der Zukunft“ steht hierfür ab sofort ein Gesamtvolumen von 200.000 Euro zur Verfügung. Ende September hatte sich der Landkreis darum beworben, jetzt hat es die Förderzusage gegeben.

 

In einer entsprechenden Pressemitteilung teilt der Landkreis nähere Informationen zur weiteren Planung mit: 

https://www.lk-nienburg.de/portal/meldungen/landkreis-erhaelt-foerderung-fuer-neuen-lernort-901008780-21500.html?rubrik=901000012 

 

Franziska Stremski und Peter Niehold, die beide als medienpädagogische Berater:innen für das NLQ tätig sind, haben bei der Antragsstellung unterstützt.

Sie werden auch künftig beratend bei der Umsetzung insbesondere für Schulen und Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Antragsstellung! Ein weiterer wichtiger Schritt, um das Bildungssystem fit für die Zukunft zu machen. 

 

 

Wir gratulieren! 5 neue Filmlehrkräfte in der Region Mitte-Nord

Medienbildung ist auch Filmbildung. Und Filmbildung ist vielfältig. Auch in Schule. Von liebevoll erstellten Trickfilmen, über Erklärvideos bis hin zu filmästhetisch anspruchsvollen Kurzfilmen und gewissenhaft recherchierten Dokumentationen produzieren Lerngruppen aller Jahrgangsstufen ein sehenswertes Potpourri.

Damit Filmbildung in den niedersächsischen Schulen gut umgesetzt werden kann, werden seit 2010 Filmlehrkräfte ausgebildet. Professionell Filmschaffende vermitteln Lehrkräften in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel filmästhetisches und filmhandwerkliches Knowhow. Die Qualifizierungsmaßnahme erstreckt sich über 8 Arbeitsphasen und endet mit einer feierlichen Zertifikatsvergabe.

Am 24.11.2023 war es wieder soweit. Bereits zum 9. Mal erhielten Filmlehrkräfte in Hannover ihre Zertifikate. 5 von den insgesamt 16 Absolventinnen und Absolventen unterrichten an Schulen in der Region Mitte-Nord.


Wir gratulieren: 

Matthias Barth (Willms-Gymnasium, Delmenhorst), David Cordes (OBS Fredenbeck), Nathalie Schmidtmeyer (OBS Dörverden), Maike Stelter (Gymnasium Syke) und Miriam Sawahn (OBS Loccum).

Aus diesem Anlass spricht Franziska Stremski (Medienpädagogische Beraterin und Filmberaterin) mit Miriam Sawahn aus Loccum (Landkreis Nienburg/Weser) auf dem Filmsummit in Hannover:

 

F. Stremski: Herzlichen Glückwunsch zur Filmlehrerin! Wie fühlst du dich jetzt?

M. Sawahn: Ich bin schon stolz und einfach glücklich mein Zertifikat heute in der Tasche zu haben. Rückblickend vergingen die eineinviertel Jahre Ausbildung wie im Flug.

 

Wie hast du von der Qualifizierungsmaßnahme „Filmbildung in der digitalen Welt“ erfahren? Und was war deine Motivation, dich zu bewerben?

Ich habe aus dem Schulverwaltungsblatt davon erfahren und fühlte mich irgendwie angesprochen. Zudem fiel mir im Schulalltag die Decke auf den Kopf. Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ich mag es auch nicht, immer nur im eigenen Saft zu schmorren und freute mich darauf, mit „neuen“ Kollegen unterschiedlicher Schulformen in Kontakt zu kommen und zudem mit Menschen, die nicht mit Schule ihr Geld verdienen, zusammenzuarbeiten.

 

Würdest du die Ausbildung weiterempfehlen? Was hat dir am meisten gefallen?

Ja, ich würde die Ausbildung auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Seminarleitung hat wirklich kompetente Dozentinnen und Dozenten aus der Filmbranche an der Hand, die ihr Handwerk verstehen und einem Laien, wie ich es war, immer auf Augenhöhe begegnen. Das motiviert einen sehr, an den – nicht unanstrengenden Seminartagen – bei der Stange zu bleiben. Man erfährt so viel und die Dozenten geben ihre Erfahrungen mit Begeisterung und Freude weiter, dass es einfach Spaß macht! Der Praxisanteil also der des eigenen Tuns ist sehr groß und am Ende der drei Tage hält man immer ein Endprodukt in der Hand. Das ist toll!

 

Gab es besondere Herausforderungen für dich? 

Ja, beim Umsetzen eines Filmprojektes an der eigenen Schule, was als Grundlage der anzufertigenden Hausarbeit diente. Es ist wirklich sinnvoll, für den WPK-Film eigene Tablets anzuschaffen oder beim Medienzentrum zu entleihen, auf denen das entstandene Filmmaterial verbleiben und in der nächsten Stunde sofort wieder genutzt und erweitert werden kann. Denn so gelangt auch kein Filmmaterial in fremde Hände und muss zudem nicht zeitaufwendig von den Geräten entfernt und zu jedem Stundenbeginn erneut aufgespielt werden. Schuleigene Tablets, die nur zwei Stunden am Tag entliehen werden können, sind nicht zielführend.

 

Hast du einen Tipp, wie man damit umgehen kann? 

Ja, ich habe schon Kontakt zum Förderverein der Schule aufgenommen, um eigene Film-Tablets anschaffen zu lassen und bis es soweit ist, entleihe ich Tablets aus dem Medienzentrum Nienburg.

 

Neben den Inhalten ist ja auch immer Vernetzung wichtig. Hast du Gleichgesinnte kennengelernt, mit denen du dich weiterhin austauschst?

Wir waren und sind eine eingeschworene Truppe, in der einfach alle untereinander harmoniert haben. Daher fahre ich heute auch mit einem weinenden Auge nach Hause, denn irgendwie vermisse ich sie jetzt schon alle. Jedoch existiert eine WhatsApp-Gruppe und ein gemeinsames Wochenende in Babelsberg im nächsten Jahr ist schon in Planung, sodass wir weiter gut miteinander vernetzt sind. Matthias, David, Nathalie und Maike gehören der Region Mitte-Nord an wie ich und Patricia Bruse gehört zwar einer anderen Region an, aber zu ihr ist es nach Neustadt nur ein Katzensprung, was einen Austausch sogar in Präsenz noch leichter macht. 

 

Wie geht es jetzt für dich weiter als Filmlehrerin? Hast du schon neue Projekte geplant?

Meine beiden Film-WPKs behalte ich weiter bis zum Ende des Schuljahres und der Wunsch der Schülerinnen und Schüler war es, Werbespots nachzudrehen, zu parodieren oder ganz eigene zu entwickeln. Diesen Wunsch unterstützte ich gerne, indem ich mit ihnen erarbeitet habe, was einen Werbespot ausmacht und ihnen den zeitlichen Rahmen (Dauer von Pre-, Produktion und Postproduktion) vorgebe. Ich begleite den Filmprozess, indem ich den Schülerinnen und Schülern mit Tipps beiseite stehe und das Equipment immer einsatzfähig zur Verfügung stelle. Ihnen sozusagen den Rücken freihalte, aber nicht lenkend eingreife, denn es sollen ihre Werbespots werden und sein. 

 

Ich wünsche dir und deinen Schülerinnen und Schülern viele erfolgreiche Projekte! Auf gute Zusammenarbeit!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? 

Hier gibt es Informationen zur neuen Qualifizierungsrunde:

https://www.bundesakademie.de/programm/details/kurs/dk24-151/

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