Podcast-Folgen zu Erasmus+ und Pressefreiheit

Quelle: Erchinger / NLQ
Quelle: Quinkenstein / NLQ

Die Podcaster von „Schule Macht Medien“ führen in Folge SMM 093 die Zuhörenden mitten hinein in die kulturelle Vielfalt von Rom, wo im Rahmen eines Erasmus+-Projekts Lehrkräfte aus ganz Europa gemeinsam erkundeten, wie sich kulturelles Erbe lebendig und zeitgemäß vermitteln lässt. Unter der Leitung der Kunstwissenschaftlerin Angelica Speroni wurde deutlich, dass Kunst weit mehr ist als bloße Betrachtung historischer Werke: Sie wird zum multisensorischen Erlebnis, das durch ungewöhnliche Methoden – vom Ertasten von Kunstwerken bis hin zu Wahrnehmungsübungen mit geschlossenen Augen – neue Zugänge eröffnet. Bedeutende Orte wie das Kolosseum oder das Pantheon dienen dabei nicht nur als Kulisse, sondern als aktive Lernräume, in denen Geschichte, Emotion und Perspektive miteinander verschmelzen. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie kulturelle Bildung kritisches Denken, Selbstreflexion und interkulturelles Verständnis fördert und damit weit über klassischen Unterricht hinausgeht.

Die Podcast-Folge 094 widmet sich hingegen einem zentralen Pfeiler demokratischer Gesellschaften: der Pressefreiheit. Im Rückblick auf den Internationalen Tag der Pressefreiheit an der Wilhelm-Raabe-Schule Hannover wurde deutlich, wie wichtig es ist, journalistische Arbeit nicht nur theoretisch zu erklären, sondern praktisch erfahrbar zu machen: Schülerinnen und Schüler tauchten aktiv in Recherche, Interviewführung und Medienproduktion ein und lernen dabei, Informationen kritisch zu hinterfragen – eine Schlüsselkompetenz in einer Zeit, in der digitale Plattformen, Algorithmen und künstliche Intelligenz die öffentliche Meinungsbildung stark prägen. In der Podcast-Talkrunde diskutieren Christian Budde (Sprecher der Landesregierung), Jörg Sadrozinski (Journalismus macht Schule) und Heiko Eichenberg (Lehrer, Leiter einer Schülerredaktion und Mitorganisator im Klartext-Projekt) und Podcaster und Lehrer Hans-Jakob Erchinger politische Perspektiven, mediale Praxis und Bildungsauftrag und zeigen, dass unabhängiger Journalismus essenziell für eine funktionierende Demokratie ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass Medienkompetenz heute mehr denn je notwendig ist, um zwischen verlässlichen Informationen und Desinformation unterscheiden zu können und gesellschaftliche Verantwortung bewusst wahrzunehmen.

Niedersächsischer Medienpreis der NLM startet im Mai

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) vergibt im Jahr 2026 zum 32. Mal ihren Niedersächsischen Medienpreis für besondere journalistische und kreative Leistungen im niedersächsischen Rundfunk und im Onlinebereich. Junge Talente aus niedersächsischen Schulen können ebenfalls mitmachen und in der Kategorie „Beste Audioproduktion – Schule“ 1.000 Euro gewinnen.

Angesprochen sind Autorenteams, die eigene Podcasts oder Audiobeiträge in der Schule oder bei Bürgersendern erstellt und online veröffentlicht haben. Gefragt sind zum Beispiel spannende Interviews, Reportagen, Talkrunden, Hörspiele oder andere kreative Beiträge aus dem Veröffentlichungszeitraum 01. Juli 2025 bis 30. Juni 2026. Pro Team können bis zu drei mp3-Dateien ohne zeitliche Begrenzung eingereicht werden.

Ab dem 04. Mai 2026 stehen die Ausschreibungsunterlagen und Anmeldeformulare auf der Seite der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) zum Download bereit.

Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2026