Medienzentrum des Landkreises Harburg ist digitales Vorzeigeprojekt

Das Medienzentrum des Landkreises Harburg mit seinem digitalen Bildungslabor, dem DIGILAB, ist ein Vorzeigeprojekt, das auch überregional Vorbildcharakter hat. Eine Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern war jetzt zu Gast in Hittfeld, um sich über die Arbeit zu informieren. Leiter Ekkehard Brüggemann und sein Team sowie Kreisrätin Ana Cristina Bröcking stellten den Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Rostock sowie des Ministeriums für Bildung und Kindertagestättenförderung „Perspektiven einer multiprofessionellen und vernetzten Medien- Mint und Makerbildung in Medienzentren“ vor. Zudem vermittelten Christian Schlöndorf, Abteilungsleiter Digitalisierung und Informationstechnologien vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und Brüggemann gemeinsam die vernetzte Landesperspektive und Strategie einer Medienbildung im Land Niedersachsen.

„Ich freue mich über den Besuch, der auch eine Anerkennung der Arbeit unseres Medienzentrums ist“, sagte Kreisrätin Ana Cristina Bröcking. „Damit wird noch einmal deutlich: Unser Medienzentrum ist nicht nur das Zentrum für digitale Bildung im Landkreis Harburg, sondern strahlt weit über den Landkreis hinaus. Hier kann die digitale Welt unmittelbar erlebt werden. Unsere Erfahrungen dabei geben wir gern weiter.“

Die Arbeit im Medienzentrum des Landkreises Harburg ist für die Besucherinnen und Besucher Vorbild, um vergleichbare Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern einzurichten. Der Kontakt war bei der bundesweiten Statuskonferenz Digitalpakt vor knapp eineinhalb Jahren entstanden, als das Team um Leiter Brüggemann als einziges Best-Practice-Vorhaben aus Niedersachsen eingeladen war, um seine Arbeit vorzustellen. Bei der Tagung war es darum gegangen, die bisherigen Anstrengungen zum Aufbau digitaler Bildungsinfrastruktur in Deutschland zu würdigen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Genau das beeindruckte auch die Vertreterinnen und Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern – und ist für sie Anregung für das eigene Bundesland. In Mecklenburg-Vorpommern sind Medienzentren keine freiwillige Leistung von Landkreisen wie in Niedersachsen, und der Landkreis Rostock arbeitet daran, dort übergreifend Angebote für die Bildungslandschaft zu schaffen – also genau das zu implementieren, was das Medienzentrum anbietet.

Der Landkreis Harburg hat mit dem Medienzentrum einen zentralen Ort für Mint-, Maker- und Medien-Bildung geschaffen. „Wir haben mit dem DiIGILAB das Medienzentrum quasi neu erfunden. Dabei haben wir eine tiefgreifende Entwicklung vom klassischen Medienverleih und IT-Support hin zu einem zentralen Lernort für Mint-, Maker- und Medien-Bildung durchlaufen“, fasst Ekkehard Brüggemann kurz zusammen, was das DIGILAB auszeichnet. Dabei richtet sich das DIGILAB mit seinem Programm an schulische und außerschulische Bildungsträger sowie Vereine. Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Bildungs- und Jugendbereich haben so die Möglichkeit, aktuelle Medientechnologien auszuprobieren, sich auszutauschen und Perspektiven für die eigene Arbeit zu entwickeln, um diese dann an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Darüber hinaus initiiert und begleitet das DIGILAB Projekte mit Modellcharakter im Landkreis und ist hier in der Rolle eines Transformationsbegleiters unterwegs.

Für diese Arbeit verfügt das DIGILAB über ein streamingfähiges Video-, Bild- und Audiostudio mit Green-Screen- und weiterer Produktionstechnik zur Bearbeitung von Video- und Audiomaterial. Darüber hinaus gibt es ein integriertes Robotik-Schulungslabor und ein Kompetenzzentrum für additive und subtraktive Fertigung, unter anderem mit 3D-Druckern, Lasercuttern, CNC- und Stickmaschinen. Darüber hinaus verfügt das DIGILAB über ein komplettes Virtual Reality TV-Studio und ergänzend dazu über ein klassisches VR-Labor. Mit all diesen Angeboten möchte das Team des Medienzentrums Erfahrungen und Handlungspraxis im digitalen Raum erlebbar und für Bildungseinrichtungen handhabbar machen.

Zum DIGILAB des Landkreises Harburg.

Presseinformation zum Besuch der Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern.

Qualifizierung fördert Einsatz von 3D-Druck in der Bildungsarbeit

Das Medienzentrum des Landkreises Harburg hat eine Qualifizierungsreihe gestartet, die pädagogische Fachkräfte gezielt an den Einsatz von 3D-Druck in Bildungsprozessen heranführt. Ziel ist es, die wachsende Bedeutung dieser Technologie sowohl für die berufliche Orientierung als auch für kreatives und praxisnahes Lernen zu erschließen.

Die Fortbildung ist in drei Module gegliedert und richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Schulen sowie außerschulischen Bildungseinrichtungen, die im Tandem teilnehmen. Neben einer Einführung in die technischen Grundlagen erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, den 3D-Druck praktisch im DIGILAB des Medienzentrums zu erproben. Ergänzend dazu wird der Transfer in die eigene pädagogische Arbeit unterstützt.

Ein besonderer Bestandteil des Programms ist die Ausstattung der teilnehmenden Einrichtungen mit einem eigenen 3D-Drucker, sofern bisher kein Gerät vorhanden ist. Die hohe Nachfrage unterstreicht das Interesse: Die verfügbaren Plätze waren innerhalb kurzer Zeit vollständig vergeben.

Die Initiative zielt darauf ab, 3D-Druck als fächerübergreifende Methode in Unterricht und Bildungsangebote zu integrieren. Dabei stehen insbesondere die Förderung technischer Kompetenzen, kreativer Problemlösungen und anwendungsorientierter Lernformen im Mittelpunkt. 

Weitere Informationen auf der Seite des Medienzentrums des Landkreises Harburg sowie in der Medieninformation des Medienzentrums.