Unterwegs mit Schule Macht Medien

Hans-Jakob Erchinger und Ben Quinkenstein von Schule Macht Medien haben zwei neue Podcast-Folgen produziert.

In der Podcast-Folge SMM 090 blickt Hans-Jakob Erchinger mit seinen Gästen Mona Beh Aeen, Social Media Managerin vom Heise Verlag, und Marcus Bölz, Professor für Sportjournalismus, Anfang Februar 2026 zurück auf eine besondere Veranstaltung rund um Medienkompetenz, Journalismus und Fußball. Im Pressekonferenz-Raum lassen sie Revue passieren, was sie wenige Minuten vorher beobachten konnten: Schülerinnen und Schüler von Medienteams, die Social Media-Kanäle machen, Online-Blogs betreiben und auch von Schülerzeitungen aller Schulformen hatten rund eine halbe Stunde Profi-Fußballer von Hannover 96 mit Fragen gelöchert. Im Mittelpunkt des Podcasts steht die Frage, wie junge Menschen einen aktiven, selbstbewussten und reflektierten Umgang mit Medien entwickeln können – praxisnah und mit einem Thema, das sie wirklich interessiert.
Ein Team von SAT1.regional hat über die „junge“ Pressekonferenz und das Projekt berichtet.

In der Podcast-Folge SMM 091 haben Erchinger und Quinkenstein während des jährlichen Landesforum Mitte Februar 2026 der Medienberatung Niedersachsen Max Knolle getroffen. Er ist nicht nur Medienpädagogischer Berater des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), sondern auch Lehrer an der Friedensschule Osnabrück. Dort heißen die Schülerinnen und Schüler Lernpartnerinnen und Lernpartner und Lehrkräfte sind Lernbegleiter. Max hat mit einem Team die demoKI entwickelt. Das Projekt wurde kürzlich mit dem KI-Schulpreis 2025 in der Kategorie Teilkonzept ausgezeichnet. DemoKI verbindet Demokratie- und KI-Bildung.

AIS.chat in Niedersachsen

Auch Niedersachsen setzt KI-basiert auf Bildung: Mit dem landesweiten Schul-Chatbot AIS.chat* wird seit Anfang Februar 2026 Künstliche Intelligenz in den Unterricht integriert. Die Initiative des Kultusministeriums zielt darauf ab, Lehrkräften Unterstützung im digitalen Unterricht zu bieten, Lernenden individuelle Hilfestellungen zu geben und den Zugang zu Informationen zu erleichtern. AIS.chat soll als interaktiver Begleiter fungieren, der Fragen zu Lerninhalten, Recherchehilfen und technischen Abläufen beantwortet. Dabei liegt der Fokus auf einfachem, barrierefreiem Zugang und praxisnaher Nutzung im Schulalltag – und das datenschutzkonform!

AIS.chat ist in Niedersachsen Teil der fortlaufenden digitalen Bildungsstrategie bzw. des Digitalpakts. Das Angebot richtet sich an Schulen und Lehrkräfte, um Kompetenzen im Umgang mit KI zu stärken, Lernprozesse zu strukturieren und die Unterrichtsplanung zu ergänzen. Begleitend werden Schulungen und Ressourcen angeboten, um Lehrkräfte in der Integration der KI-Lösung zu schulen und deren Einsatz zielführend zu gestalten.

In der Praxis soll AIS.chat den Unterricht nicht ersetzen, sondern gezielt entlasten: bei wiederkehrenden Fragestellungen, bei der Strukturierung von Lernpfaden oder beim Auffinden relevanter Materialien. Die Einführung unterstreicht Niedersachsen als innovativen Standort für digitale Bildung und setzt auf nutzerfreundliche, verantwortungsvoll eingesetzte KI, die Lernprozesse unterstützt und die schulische Medienbildung stärkt. 

AIS.chat ist Teil des länderübergreifenden Projekts AIS (Adaptives Intelligentes System), das im Auftrag der Länder durch das FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) umgesetzt wird. Der Chatbot ist speziell für den schulischen Einsatz entwickelt und an verschiedene Sprachmodelle angebunden.

Weitere Informationen finden sich auch auf dem Bildungsportal Niedersachsen und
in der Pressemittelung des Niedersächsischen Kultusministeriums.

*Redaktioneller Hinweis: Der Beitrag wurde nachträglich bearbeitet, weil sich der Name des Chat-Bots verändert hat.

CrossMediaCamp 2026

Am 10./11. April 2026 findet zum zweiten Mal das CrossMediaCamp (CMC) in Wolfenbüttel statt. Unter dem Motto „Fächer verbinden – Medien verstehen – Zukunft gestalten“ bietet  die Mitmachveranstaltung zur Entwicklung fächerübergreifender Medienkompetenz erneut Gelegenheit, die Künste mit Naturwissenschaften und informatischer Bildung zu verbinden.

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Seite des CMC 2026.

Niedersächsische Schulen gewinnen KI-Preise

Überragend! Die Ernst-Reuter-Schule Pattensen und die Friedensschule Osnabrück haben in der Kategorie KI-Teilkonzept den bundesweiten KI-Schulpreis gewonnen. Die Gewinnerschulen des KI-Schulpreises 2025 wurden am 16. Januar 2026 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf dem Bildungscampus Heilbronn bekanntgegeben. 

Mit dem KI Schulpreis 2025 wurde der praxisorientierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag ausgezeichnet. Dabei wurden Schulen prämiert, die mit Künstlicher Intelligenz mutig neue Konzepte ausprobieren, um Bildungsgerechtigkeit, Schulentwicklung und die Entlastung von Lehrkräften und Mitarbeitenden voranzutreiben. 

Eingegangen waren im vergangenen Jahr insgesamt 190 Bewerbungen. Die meisten davon aus Niedersachsen. Fünf Schulen aus Niedersachsen hatten es in die Shortlist geschafft. Kultusministerin Julia Willie Hamburg gratulierte den Gewinnerschulen mit einem Videogrußwort auf der Preisverleihung. Die Ministerin lobte beide Schulen, dass ihr „[…] Engagement […] wegweisend [sei]. Ob das Projekt demoKI gegen Fake News an der Friedensschule Osnabrück oder das neue Fach Cyberethik – beide Schulen zeigen eindrucksvoll, wie aus Freiräumen und Erfindungsgeist wegweisende Projekte entstehen können und wie KI genutzt werden kann, um Demokratiebildung zu stärken.“

Die Friedensschule Osnabrück gewann in der Kategorie KI-Teilkonzept den ersten Platz und wurde mit dem Projekt „demoKI“ ausgezeichnet, mit dem die Schule Künstliche Intelligenz und Demokratiebildung miteinander verbindet. Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Chatbots, setzen sich mit ethischen Fragestellungen auseinander und stellen ihre Ergebnisse als Open Educational Resources zur Verfügung.

Die Ernst-Reuter-Schule Pattensen erhielt in der Kategorie KI-Teilkonzept den dritten Platz für ihr Unterrichtsformat „Cyberethik“. Dabei werden technologische, gesellschaftliche und moralische Fragen rund um Künstliche Intelligenz zusammengeführt und es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Chancen und Risiken von KI zu bewerten und sie als Bildungs- und Reflexionsaufgabe zu begreifen. 

Eine Übersicht über alle Gewinnerschulen 2025 findet sich auf der KI-Schulpreis-Seite.