KI im Unterricht: Zwei neue Kurse für Lehrkräfte

Künstliche Intelligenz ist im Klassenzimmer angekommen. Doch wie nutzen Sie KI sinnvoll im eigenen Unterricht? Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) bieten zwei spezialisierte Kurse an.

Kurs 1: KI als Fremdsprachenlehrkraft

In diesem Kurs lernen Sie, KI gezielt im Fremdsprachenunterricht einzusetzen. Sie erfahren, welche Chancen und Risiken KI mit sich bringt, und lernen praktische Tools kennen. Ein großer Fokus liegt auf guten Prompts und adaptiven Lernaufgaben für Ihre Schülerinnen und Schüler.

Sie benötigen keine Vorkenntnisse in Programmierung oder KI – nur Interesse an innovativen Lehrmethoden.

Kurs 2: KI als Schreibpartnerin

Dieser Kurs richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe II. Sie lernen, wie KI Schülerinnen und Schüler beim wissenschaftlichen Schreiben unterstützen kann – ohne sie zu überfordern.

Sie beschäftigen sich mit Schreibprozessen, verschiedenen KI-Rollen und wichtigen Fragen: Wie nutze ich KI lernförderlich? Was ist mit Plagiat und Urheberrecht? Wie gestalte ich gute Schreibaufgaben?

Auch hier sind keine Vorkenntnisse nötig.

Interessiert?

Melden Sie sich an und integrieren Sie KI reflektiert in Ihren Unterricht.

Selbstlernkurs Lernen mit KI

Im OpenELEC Selbstlernkurs Lernen mit KI zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Schule. Fokussiert wird, wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Dabei wird KI aus drei Perspektiven betrachtet:

  • Wie funktioniert sie?
  • Wie nutzen wir sie?
  • Was bedeutet sie für unsere Gesellschaft?

Nach dem Online-Kurs werden Nutzerinnen und Nutzer KI Kompetent einsetzen, kritisch hinterfragen und Schülerinnen und Schülern den reflektierten Umgang vermitteln können.

Fünf Module werden dabei betrachtet: Im Modul „Technologie“ geht es darum, wie KI tickt. Von neuronalen Netzen bis zu Sprachmodellen. Im Modul „Anwendung“ geht es um Praktisches: Prompting lernen, Tools testen und Unterrichts gestalten für alle Fächer und Situationen. Im Modul „Gesellschaft“ werden die großen Fragen gestellt zu „Fake News“, Ethik, Zukunft der Arbeit. Im Modul „Schulentwicklung“ wird geschaut, wie KI die Schule verändert, von neuen Prüfungsformaten bis zur Lehrkraft-Rolle. Im fünften Modul „Datenschutz“ geht es selbstredend um DSGVO-Aspekte.

Unterwegs mit Schule Macht Medien

Hans-Jakob Erchinger und Ben Quinkenstein von Schule Macht Medien haben zwei neue Podcast-Folgen produziert.

In der Podcast-Folge SMM 090 blickt Hans-Jakob Erchinger mit seinen Gästen Mona Beh Aeen, Social Media Managerin vom Heise Verlag, und Marcus Bölz, Professor für Sportjournalismus, Anfang Februar 2026 zurück auf eine besondere Veranstaltung rund um Medienkompetenz, Journalismus und Fußball. Im Pressekonferenz-Raum lassen sie Revue passieren, was sie wenige Minuten vorher beobachten konnten: Schülerinnen und Schüler von Medienteams, die Social Media-Kanäle machen, Online-Blogs betreiben und auch von Schülerzeitungen aller Schulformen hatten rund eine halbe Stunde Profi-Fußballer von Hannover 96 mit Fragen gelöchert. Im Mittelpunkt des Podcasts steht die Frage, wie junge Menschen einen aktiven, selbstbewussten und reflektierten Umgang mit Medien entwickeln können – praxisnah und mit einem Thema, das sie wirklich interessiert.
Ein Team von SAT1.regional hat über die „junge“ Pressekonferenz und das Projekt berichtet.

In der Podcast-Folge SMM 091 haben Erchinger und Quinkenstein während des jährlichen Landesforum Mitte Februar 2026 der Medienberatung Niedersachsen Max Knolle getroffen. Er ist nicht nur Medienpädagogischer Berater des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), sondern auch Lehrer an der Friedensschule Osnabrück. Dort heißen die Schülerinnen und Schüler Lernpartnerinnen und Lernpartner und Lehrkräfte sind Lernbegleiter. Max hat mit einem Team die demoKI entwickelt. Das Projekt wurde kürzlich mit dem KI-Schulpreis 2025 in der Kategorie Teilkonzept ausgezeichnet. DemoKI verbindet Demokratie- und KI-Bildung.

AIS.chat in Niedersachsen

Auch Niedersachsen setzt KI-basiert auf Bildung: Mit dem landesweiten Schul-Chatbot AIS.chat* wird seit Anfang Februar 2026 Künstliche Intelligenz in den Unterricht integriert. Die Initiative des Kultusministeriums zielt darauf ab, Lehrkräften Unterstützung im digitalen Unterricht zu bieten, Lernenden individuelle Hilfestellungen zu geben und den Zugang zu Informationen zu erleichtern. AIS.chat soll als interaktiver Begleiter fungieren, der Fragen zu Lerninhalten, Recherchehilfen und technischen Abläufen beantwortet. Dabei liegt der Fokus auf einfachem, barrierefreiem Zugang und praxisnaher Nutzung im Schulalltag – und das datenschutzkonform!

AIS.chat ist in Niedersachsen Teil der fortlaufenden digitalen Bildungsstrategie bzw. des Digitalpakts. Das Angebot richtet sich an Schulen und Lehrkräfte, um Kompetenzen im Umgang mit KI zu stärken, Lernprozesse zu strukturieren und die Unterrichtsplanung zu ergänzen. Begleitend werden Schulungen und Ressourcen angeboten, um Lehrkräfte in der Integration der KI-Lösung zu schulen und deren Einsatz zielführend zu gestalten.

In der Praxis soll AIS.chat den Unterricht nicht ersetzen, sondern gezielt entlasten: bei wiederkehrenden Fragestellungen, bei der Strukturierung von Lernpfaden oder beim Auffinden relevanter Materialien. Die Einführung unterstreicht Niedersachsen als innovativen Standort für digitale Bildung und setzt auf nutzerfreundliche, verantwortungsvoll eingesetzte KI, die Lernprozesse unterstützt und die schulische Medienbildung stärkt. 

AIS.chat ist Teil des länderübergreifenden Projekts AIS (Adaptives Intelligentes System), das im Auftrag der Länder durch das FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) umgesetzt wird. Der Chatbot ist speziell für den schulischen Einsatz entwickelt und an verschiedene Sprachmodelle angebunden.

Weitere Informationen finden sich auch auf dem Bildungsportal Niedersachsen und
in der Pressemittelung des Niedersächsischen Kultusministeriums.

*Redaktioneller Hinweis: Der Beitrag wurde nachträglich bearbeitet, weil sich der Name des Chat-Bots verändert hat.