Projekt Medienscouts startet zum Schuljahr 2026/27

Im Zentrum des Projekts „Medienscouts Niedersachsen 2026/27“ steht der Peer-Education-Ansatz. Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe werden qualifiziert, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei der reflektierten Nutzung digitaler Medien zu beraten. Wichtiger Aspekt der Schulung und der späteren Beratung ist, den Schülerinnen und Schülern Verantwortung für ihre Präsenz sowie für ihr Tun und Handeln im digitalen Raum zu übertragen. Die angehenden Medienscouts erfahren, welche Risikobereiche
zurzeit relevant sind. Dazu gehören u.a. Verletzung des Urheberrechts, Cybermobbing, Umgang mit persönlichen Daten, Kommunikation im Netz sowie Onlinespiele und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Scouts lernen, wie und wo sie gesicherte Informationen zu diesen Themen erhalten und wie sie sich selbst auf einem aktuellen Wissensstand halten. Die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfeplattform „www.juuuport.de“ wird dabei einen besonderen Stellenwert einnehmen.

Die betreuenden Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen / Schulsozialarbeiter werden gemeinsam mit den Jugendlichen geschult. Sie unterstützen die Medienscouts, organisieren und strukturieren die Beratungsarbeit an der Schule und sorgen dafür, dass die Beratungsstrukturen nachhaltig verankert werden.

Ausgebildete Trainerinnen und Trainer führen die Schulungen durch und begleiten die Arbeit der Medienscouts. Nach der Qualifizierung der Schülerinnen und Schüler zu Medienscouts stehen die Trainerinnen und Trainer im Schuljahr 2026/2027 beratend zur Seite.

Ausschreibung und weitere Informationen finden sich auf der Seite des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ).

Anmeldeschluss ist der 29. Mai 2026.

Neue EU-Leitlinien und Altersverifikations-App vorgestellt

Die EU-Kommission hat neue Leitlinien zum Schutz Minderjähriger veröffentlicht. Die Leitlinien schaffen für Online-Plattformen weitere Klarheit darüber, wie sie die Vorgaben aus dem Digital Services Act (DSA) umsetzen müssen. Ein neues System zur Altersverifikation soll außerdem das altbekannte Problem lösen, dass viele sinnvolle Schutzmaßnahmen durch falsche Altersangaben umgangen werden können.
Die Leitlinien wurden über den Zeitraum von etwa einem Jahr von der EU-Kommission entwickelt. Dabei wurden die Zivilgesellschaft sowie insbesondere Kinder und Jugendliche in den Prozess eingebunden. Auch insgesamt 13 Jugendliche des deutschen klicksafe Youth Panels waren beteiligt. Im 65 Seiten umfassenden Werk geht es beispielsweise um die Einschränkung süchtig machender Funktionen, stärkere Werkzeuge gegen Cybermobbing, mehr Kontrolle über Inhaltsempfehlungen oder standardmäßig private Profile für Minderjährige.
Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Leitlinien hat die EU-Kommission auch einen Prototyp für eine Altersverifikations-App vorgestellt. Diese wurde so entwickelt, dass das zugrundeliegende System datenschutzfreundlich ist und ohne die Offenlegung persönlicher Daten funktioniert.

JUUUPORT-Scouts modernisiert Beratungsangebot

JUUUPORT, die bundesweite Online-Beratungsplattform für junge Menschen, die Probleme im Netz haben, hat ihr Angebot an die veränderte Kommunikation ihrer Nutzerinnen und Nutzer angepasst, indem sie ihr Beratungstool technisch und optisch überarbeitet haben.

In dem Zusammenhang haben sie auch noch einen neuen Podcast ins Leben gerufen, der Jugendliche monatlich auf lebendige und authentische Weise über Internetthemen sowie aktuelle Entwicklungen informiert.