Neue Runde des Landesprojekts n-report

„Irgendwas mit Medien“ wollen viele Schülerinnen und Schüler später einmal beruflich machen. Einen realistischen Blick auf die verschiedenen medialen Formate zu vermitteln, darauf zielt die Fortbildungsreihe n-report ab. Die begehrte und erfolgreiche Reihe wird alle zwei Jahre angeboten und im Schuljahr 2026/27 zum wiederholten Mal.

In fünf Seminaren des gesamten Schuljahres werden Lehrkräfte mit Journalistinnen und Journalisten zusammengebracht. Die erfahrenen Medienprofis -in Kooperation mit der NLQ- vermitteln den Teilnehmenden Medienbildung praxis- und hautnah. Denn parallel zum erworbenen Wissen soll es an der eigenen Schule erprobt und weiterentwickelt werden. Hierbei werden auch die Schülerinnen und Schüler durch kostenfreie Workshops unterstützt. Besonders geeignet ist die Teilnahme von Lehrkräften, die in Tablet-Klassen unterrichten. Darüber hinaus richtet sich das Angebot ausdrücklich an Schulen, die bereits über eine Schülerzeitung, einen schulischen Online-Blog oder Social-Media-Redaktionen verfügen. Ebenso erwünscht ist die konzeptionelle Einbindung journalistischer Medienarbeit in den Fachunterricht. Die Fortbildungsreihe leistet damit einen gezielten Beitrag zur Schulentwicklung im Bereich Medienbildung.

Am Projekt n-report können 15 Schulen aus verschiedenen Regionen Niedersachsens teilnehmen. Das durchzuführende Schulprojekt wird in einer NLQ-Veröffentlichung dokumentiert. Ausgewählte Schulbeiträge werden abschließend mit dem N-REPORT-PREIS prämiert – und die Lehrkräfte erhalten bei erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat vom NLQ.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden sich auf der n-report-Seite.

Die Anmeldung erfolgt über die NLC.

Weitere Hintergrundinformationen auch über die letzten Durchgänge können im Bildungsportal Niedersachsen nachgelesen werden.

Niedersächsische Schulen gewinnen KI-Preise

Überragend! Die Ernst-Reuter-Schule Pattensen und die Friedensschule Osnabrück haben in der Kategorie KI-Teilkonzept den bundesweiten KI-Schulpreis gewonnen. Die Gewinnerschulen des KI-Schulpreises 2025 wurden am 16. Januar 2026 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf dem Bildungscampus Heilbronn bekanntgegeben. 

Mit dem KI Schulpreis 2025 wurde der praxisorientierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag ausgezeichnet. Dabei wurden Schulen prämiert, die mit Künstlicher Intelligenz mutig neue Konzepte ausprobieren, um Bildungsgerechtigkeit, Schulentwicklung und die Entlastung von Lehrkräften und Mitarbeitenden voranzutreiben. 

Eingegangen waren im vergangenen Jahr insgesamt 190 Bewerbungen. Die meisten davon aus Niedersachsen. Fünf Schulen aus Niedersachsen hatten es in die Shortlist geschafft. Kultusministerin Julia Willie Hamburg gratulierte den Gewinnerschulen mit einem Videogrußwort auf der Preisverleihung. Die Ministerin lobte beide Schulen, dass ihr „[…] Engagement […] wegweisend [sei]. Ob das Projekt demoKI gegen Fake News an der Friedensschule Osnabrück oder das neue Fach Cyberethik – beide Schulen zeigen eindrucksvoll, wie aus Freiräumen und Erfindungsgeist wegweisende Projekte entstehen können und wie KI genutzt werden kann, um Demokratiebildung zu stärken.“

Die Friedensschule Osnabrück gewann in der Kategorie KI-Teilkonzept den ersten Platz und wurde mit dem Projekt „demoKI“ ausgezeichnet, mit dem die Schule Künstliche Intelligenz und Demokratiebildung miteinander verbindet. Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Chatbots, setzen sich mit ethischen Fragestellungen auseinander und stellen ihre Ergebnisse als Open Educational Resources zur Verfügung.

Die Ernst-Reuter-Schule Pattensen erhielt in der Kategorie KI-Teilkonzept den dritten Platz für ihr Unterrichtsformat „Cyberethik“. Dabei werden technologische, gesellschaftliche und moralische Fragen rund um Künstliche Intelligenz zusammengeführt und es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Chancen und Risiken von KI zu bewerten und sie als Bildungs- und Reflexionsaufgabe zu begreifen. 

Eine Übersicht über alle Gewinnerschulen 2025 findet sich auf der KI-Schulpreis-Seite.

Schule Macht Medien beim JmS-Netzwerktreffen 2025

Unter dem Motto „Wissen teilen, Zielgruppen erreichen – Nachrichtenkompetenz in der Praxis“ fand am 17. Dezember 2025 das jährliche Netzwerktreffen von Journalismus macht Schule (JmS) in Berlin statt. JmS ist die bundesweite Initiative zur Stärkung von Nachrichten- und Informationskompetenz. Der Lehrer, NLQ-Mitarbeiter (zuständig insbesondere für die Weiterbildung n-report) und Podcaster von Schule Macht Medien (SMM), Hans-Jakob Erchinger, ist in Niedersachsen Ansprechpartner für JmS. Er war als NLQ-Referent zum Thema „Wie wir Wege in die Schulen finden“ eingeladen. Im Rahmen des Netzwerktreffens von JmS hat Erchinger die drei folgenden sehr hörenswerte Podcast-Folgen produziert.

In der ersten der drei Podcast-Folgen SMM 087 spricht der ZEIT-Journalist Martin Spiewak mit der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien. Sie betont, dass es beim Thema Nachrichtenkompetenz um die Existenz der liberalen Demokratie geht. Durch das Erstarken der sozialen Medien und dem Verlust der Filterfunktion der klassischen Medien muss sich die politische Bildung mit der Frage beschäftigen, wie sich junge Menschen informieren. So ist Nachrichtenkompetenz letztendlich die Vermittlung der Demokratie-Kompetenz.

In der Podcast-Folge SMM 088 spricht ZEIT-Journalist Spiewak mit Simone Oldenburg, der Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, über die wachsenden Herausforderungen der Mediennutzung junger Menschen – und darüber, welche Verantwortung Schule, Politik und Gesellschaft bei der Stärkung von Nachrichten- und Informationskompetenz haben.

Mit der dritten Podcast-Folge SMM 089 schließlich wird die Keynote von Prof. Dr. Stephan Lewandowsky, Kognitionspsychologe an der University of Bristol und international führendem Forscher zu Desinformation, Vertrauen und politischer Meinungsbildung, veröffentlicht.

Quelle: Jasmin Marte (für JMS)
Quelle: Jasmin Marte (für JMS)
Quelle: Jasmin Marte (für JMS)
Quelle: Jasmin Marte (für JMS)
Quelle: NLQ, Erchinger / Hans-Jakob Erchinger mit Jörg Sadrozinski und Martin Spiewak
Quelle: NLQ, Erchinger / Plenum in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern

Digitale Endgeräte und der Kultushaushalt 2026

Mit dem Kultushaushalt 2026 treibt Niedersachsen die Digitalisierung in den Schulen deutlich voran. Rund 800 Millionen Euro aus Bundesmitteln fließen in die Ausstattung mit digitalen Endgeräten – beginnend mit dem 7. Jahrgang im Schuljahr 2026/2027, danach Jahr für Jahr weitere Klassenstufen. Ministerin Hamburg formuliert klar: Der Zugang zur digitalen Welt dürfe nicht vom Geldbeutel der Familie abhängen. Ein starker Mix aus Technik und pädagogischer Begleitung soll die Schülerinnen und Schüler fit machen – nicht nur im Umgang mit Geräten, sondern auch im verantwortungsvollen, kritischen Umgang mit Programmen und Angeboten.

Gleichzeitig erhöht der Haushalt die Mittel für Medienkompetenz auf insgesamt rund 12,9 Millionen Euro. So entsteht eine ganzheitliche Bildungsoffensive, die digitale Ausstattung mit pädagogischer Begleitung verknüpft. Der DigitalPakt 2.0 steht kurz vor dem Abschluss und stärkt diesen Bereich zusätzlich erheblich. Für Eltern, Lehrkräfte und Lernende bedeutet das: bessere Chancen auf zeitgemäßen Unterricht, mehr Sicherheit im digitalen Alltag und eine klare Brücke in die digitale Zukunft der Schule. Ein mutiger Schritt, der Lernen lebendiger, gerechter und zukunftsfähig macht – heute schon in morgen investieren.

Zur Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums