100 Folgen Schule macht Medien! Für die Podcaster Ben und Jako von Schule Macht Medien ein Anlass, zunächst zurückzuschauen: Wie ist dieser Podcast eigentlich entstanden? Warum haben sie 2019 – noch vor der Pandemie – angefangen? Und welche Begegnungen und Gespräche aus inzwischen 100 Folgen sind ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Für ihre Jubiläumsfolge haben sie zwei Gäste eingeladen, die Schule verändern wollen: Tobias Schellenberger und Prof. Dr. Marcus Eckert, die Gründer des re:sonanz Festivals.
Ein Gespräch über Resonanzpädagogik, soziale Energie, Schulentwicklung, professionelle Nähe, Social Media und die Frage, wie Veränderung im Bildungssystem tatsächlich beginnen kann.
Das diesjährige Forum Medienethik fand unter dem Titel „Dystopische Ängste, utopische Träume und eutopische Realitäten“ am 9. und 10. September in Soltau statt. Inhaltlicher Auftakt war die Keynote „Was Bildung sichtbar macht … jenseits von Lehrplan, Leistung und Beziehung“ von Roger Spindler. In seinem nicht nur visuell beeindruckenden Vortrag setzte er gesellschaftliche Veränderungen in Bezug zur Frage, wie Schule jungen Menschen Orientierung geben, ihr Urteilsvermögen schärfen und den Zusammenhalt fördern kann. Seine Kernthese lautet, dass gerade in Zeiten künstlicher Intelligenz das Menschliche über die Zukunft entscheidet.
An den Tischen des World-Cafés wurde unter anderem diskutiert, wie Lernende durch Mitentscheidung, Debatten, Lebensweltbezug und handlungsorientierte Formate wie Planspiele oder Schülerfirmen zu echten Mitgestaltenden werden – viele Ideen kreisten um Freiräume für Neugier und Selbstwirksamkeit. Auch die Rolle von Beziehung, Freude und Humor beim Lernen kam zur Sprache, ebenso die Frage, wie Schulentwicklung und Fortbildung Lehrkräfte dabei begleiten können, digitale Werkzeuge und KI sinnvoll zu nutzen. Der sokratische Spaziergang, bei dem die Teilnehmenden in Vierergruppen unterwegs waren und im Gehen miteinander nachdachten, bot Gelegenheit, diese und viele andere Überlegungen zu vertiefen und zu erweitern. Die anschließenden Workshops zeigten konkrete Handlungsmöglichkeiten in der Schule auf. Im Mittelpunkt standen dabei etwa der Social-Media-Pass Niedersachsen, der Umgang mit Deepfakes, die Frage, ob KI das eigene Lernen untergräbt, und ein „eutopischer Realitätscheck“ der KI-Transformation an Schulen.
Den zweiten Tag eröffnete Wolfgang Endres, der mit seinem Vortrag „Soziale Energie – auch mit KI?“ und der interaktiven Einbindung des Publikums sehr anschaulich machte, wie Resonanz wirken kann. Dabei stellte er auch Bezüge zu den Themen Rainer Mühlhoffs her, der seinen geplanten Vortrag leider absagen musste. Auch der Vortrag von Wolfgang Endres ist im 🎙️Podcast Schule Macht Medien dokumentiert. Und vielleicht ist Rainer Mühlhoff, der bereits 2024 beim Forum zu Gast war, bei einem der nächsten Foren wieder dabei.
In sechs thematisch unterschiedlichen Zukunftswerkstätten ging es abschließend darum, konkrete Ergebnisse mitzunehmen. Die Themen reichten von analogen Schutzräumen über Resonanzübungen und das Churer Modell bis zu Coaching-Strukturen und einem „Social Media Pass für alle“. Was die Arbeitsphase trug, war die Vorgabe, am Ende einen ersten Schritt zu benennen, der ohne Beschluss und ohne Budget möglich ist: Kolleginnen und Kollegen ansprechen, Zeiträume schaffen, Handlungsräume öffnen.
Sowohl die Evaluation als auch die Stimmen im gemeinsamen Abschluss zeigten, dass von beiden Tagen vielfältige Eindrücke und Anregungen hängengeblieben sind. Und so bleibt nicht zuletzt die Vorfreude auf das nächste Forum Medienethik, das dann schon sein zehnjähriges Jubiläum feiern wird: Am 15. und 16. September 2027 geht es unter dem Titel „Debattenkultur und Zugehörigkeit: Medienethik in der demokratischen Gesellschaft“ insbesondere um das Zusammenspiel von Medien, Bildung und ethischer Reflexion. Save the date!
Escape Rooms im Unterricht – das klingt aufwendig, ist aber näher dran als man denkt. Bei den ersten MINT Escape Room Days entwickeln MINT-Lehrkräfte in zwei Workshoptagen gemeinsam einen eigenen Escape Room für die Mittelstufe.
Der erste Termin, am 04. November 2026, in der Jugendherberge Hannover, werden die Grundlagen gelegt: Methodik, Tools, erste Ideen. Der zweite Termin, am 19. November 2026, im Medienzentrum der Region Hannover, soll alles zusammengebracht – und am Ende der selbst gebaute Escape Room tatsächlich gespielt werden.
Alle Teilnehmenden nehmen einen fertigen Prototypen mit, der direkt im Unterricht eingesetzt werden kann. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wir freuen uns sehr, dass die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien (GPI) „Digital You“ mit dem Comenius EduMedia Siegel 2026 ausgezeichnet hat. Autoren der Lernbausteine sind unsere Medienpädagogischen Berater Christian Reiff und Jan Säfken.
Die Lernbausteine „Digital You“ sollen Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ein besseres Verständnis für ihre Datenspuren zu entwickeln und deren Bedeutung für ihre Lebenswelt zu verstehen.
Der Ideengeber für diese Lernbausteine ist das interaktive Filmexperiment „Made To Measure“. In diesem geht es um die Frage, ob es möglich ist, allein anhand persönlicher Onlinedaten das Leben eines Menschen zu rekonstruieren, ohne diesem Menschen je begegnet zu sein. Die Künstlergruppe Laokoon erschafft allein auf Grundlage von Suchanfragen die digitale Doppelgängerin einer ihr unbekannten Person. Zusammen mit einer Schauspielerin und Datenanalysten erweckt Laokoon die in den Daten verborgenen Geschichten zum Leben.
Die Materialien lassen sich im oberen Sekundarbereich I und im Sekundarbereich II einsetzen und eignen sich besonders gut für die Fächer Werte und Normen, Informatik, Politik/Wirtschaft/Gesellschaft sowie für den WP-Bereich und den Projekt-Unterricht.