Forum Medienethik 2026

Das Forum Medienethik 2026 steht vor der Tür und verspricht, ein spannendes Event für alle Interessierten im Bereich Medien und Ethik zu werden! Die Veranstaltung am 09./10. September 2026 in Soltau bietet eine Plattform, um über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in der Medienlandschaft zu diskutieren. In Zeiten von Fake News und digitaler Desinformation ist die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen wichtiger denn je.

Das Forum bringt Fachleute, Wissenschaftler und Praktiker zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden und Best Practices auszutauschen. Die Teilnehmenden können sich auf inspirierende Vorträge und aktive Workshop-Phasen freuen. Wie schon in den Jahren zuvor, soll erneut nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch der praktische Umgang mit ethischen Fragestellungen in den Medien beleuchtet werden. Die Veranstaltung bietet überdies Raum für Networking und den Austausch von Ideen.

Anmeldungen sind bis zum 11. August 2026 möglich.

Weitere Informationen etwa zum Programm sind auf der Website des Forums Medienethik 2026 nachzulesen.

Netzwerktreffen „Medienbildung in der KiTa“ in der KiTa Denstorf

Die KiTa Denstorf in der Gemeinde Vechelde war kürzlich Gastgeber des regelmäßigen Netzwerktreffens „Medienbildung in der KiTa“ im Landkreis und Region Peine. In enger Zusammenarbeit mit den Organisatorinnen und der Leitung der KiTa, Frau Sarah-Christin Sauer, wurde die Einrichtung bewusst als Tagungsort gewählt, um ein bereits erfolgreich umgesetztes Konzept vor Ort erlebbar zu machen.

Das Netzwerktreffen selbst begann mit einem fachlichen Input von Medienberaterin Nicol Natascha Septinus. Im Fokus standen sogenannte LLL-Systeme sowie konkrete Einsatzszenarien von Künstlicher Intelligenz in Kindertagesstätten. Eine anschließende Praxisphase ermöglichte den Teilnehmenden, verschiedene KI-Anwendungen selbst zu erproben und deren Potenziale für den Kita-Alltag kennenzulernen.

Im weiteren Verlauf stellten Frau Sauer und eine pädagogische Fachkraft das Medienbildungskonzept der KiTa detailliert vor. Bei einem Rundgang durch die sogenannten „Medieninseln“ wurde deutlich, wie digitale Medien sinnvoll und kindgerecht in den Alltag integriert werden können. Die Kinder erhalten hier die Möglichkeit, spielerisch und kreativ mit unterschiedlichen digitalen Werkzeugen zu arbeiten – darunter Anwendungen wie TipToi, Edurino, Robot Mouse, Stop-Motion-Angebote oder ChatterKid.

Das Medienbildungskonzept der KiTa wurde in Kooperation mit dem Verein Blickwechsel sowie zwei KiM-Beratenden über ein Jahr lang entwickelt. Von Beginn an wurden Eltern, Kinder und das gesamte Team aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen. Nach einer intensiven Planungsphase, die transparent dokumentiert und kommuniziert wurde, erfolgte die praktische Umsetzung in den Räumlichkeiten der KiTa.
Ein besonderer Meilenstein war die feierliche Eröffnung, bei der zunächst die Eltern im Rahmen eines Elternabends die Möglichkeit hatten, alle eingesetzten Medien selbst auszuprobieren, Fragen zu stellen und Einblicke in die pädagogische Arbeit zu gewinnen.

Die KiTa Dehnstorf versteht Medienbildung als festen Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Darüber hinaus zeigt sich deutlich, dass eine durchdachte Medienbildung weit über den reinen Kompetenzerwerb im Umgang mit digitalen Medien hinausgeht: So werden gleichzeitig soziale Kompetenzen, kooperatives Arbeiten sowie planerisches Handeln gefördert. Themen wie Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen werden für Kinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern niedrigschwellig, praxisnah und mit viel Freude erlebbar gemacht. Gemeinsames Lernen mit und über digitale Medien wird so selbstverständlich in den pädagogischen Alltag integriert.

Das Treffen bot vielfältige Gelegenheiten zum fachlichen Austausch. Die Teilnehmenden nutzten intensiv die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen und die vorgestellten Methoden selbst auszuprobieren. Die Veranstaltung wurde durchgehend als gewinnbringend und praxisnah wahrgenommen.
Für die Organisation vor Ort, die Verpflegung sowie die Einladungen zeichnete sich Frau Madlen Kestner vom Jugendschutz des Landkreises Peine verantwortlich und trug damit wesentlich zum gelungenen Ablauf bei.
Insgesamt wurde das Netzwerktreffen von allen Beteiligten als sehr gelungen bewertet. Die KiTa Dehnstorf hat eindrucksvoll gezeigt, wie ein durchdachtes, partizipativ entwickeltes Medienbildungskonzept in der frühkindlichen Bildung erfolgreich umgesetzt werden kann und als Vorbild für andere Einrichtungen dienen kann.

Quelle: Nicol Natascha Septinus / NLQ
Quelle: Nicol Natascha Septinus / NLQ

Ergebnisbericht zu „Offene KI in der Schule“

Am 23./24. Februar 2026 fand die zweite Tagung „Offene KI in der Schule“ bei Hannover statt und wurde vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) in Zusammenarbeit mit dem Wikimedia Deutschland e.V. ausgerichtet. An der Veranstaltung nahmen insgesamt 45 Personen aus Ministerien, Landesinstituten, Schulverwaltungen, Schulen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil.

Ziel der Veranstaltung war es, bundesländerübergreifend demokratische Akteure zusammen zu bringen, um drängende Fragen zur nachhaltigen Implementierung offener, souveräner KI-Lösungen an Schulen zu diskutieren. Dabei wurden drei Themenbereiche in drei Arbeitsgruppen fokussiert:

  1. AI Act / KI-Verordnung und rechtliche Rahmenbedingungen
  2. Fortbildungskonzepte und Kompetenzmodelle für Lehrkräfte
  3. Die technische Umsetzung offener KI-Infrastrukturen

Zentrale Ergebnisse wurden im 22-seitigen Ergebnisbericht zusammengefasst und veröffentlicht. Anschlussveranstaltungen im Folgejahr auch mit weiteren Landesinstituten wird angestrebt.

Projekt Medienscouts startet zum Schuljahr 2026/27

Im Zentrum des Projekts „Medienscouts Niedersachsen 2026/27“ steht der Peer-Education-Ansatz. Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe werden qualifiziert, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei der reflektierten Nutzung digitaler Medien zu beraten. Wichtiger Aspekt der Schulung und der späteren Beratung ist, den Schülerinnen und Schülern Verantwortung für ihre Präsenz sowie für ihr Tun und Handeln im digitalen Raum zu übertragen. Die angehenden Medienscouts erfahren, welche Risikobereiche
zurzeit relevant sind. Dazu gehören u.a. Verletzung des Urheberrechts, Cybermobbing, Umgang mit persönlichen Daten, Kommunikation im Netz sowie Onlinespiele und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Scouts lernen, wie und wo sie gesicherte Informationen zu diesen Themen erhalten und wie sie sich selbst auf einem aktuellen Wissensstand halten. Die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfeplattform „www.juuuport.de“ wird dabei einen besonderen Stellenwert einnehmen.

Die betreuenden Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen / Schulsozialarbeiter werden gemeinsam mit den Jugendlichen geschult. Sie unterstützen die Medienscouts, organisieren und strukturieren die Beratungsarbeit an der Schule und sorgen dafür, dass die Beratungsstrukturen nachhaltig verankert werden.

Ausgebildete Trainerinnen und Trainer führen die Schulungen durch und begleiten die Arbeit der Medienscouts. Nach der Qualifizierung der Schülerinnen und Schüler zu Medienscouts stehen die Trainerinnen und Trainer im Schuljahr 2026/2027 beratend zur Seite.

Ausschreibung und weitere Informationen finden sich auf der Seite des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ).

Anmeldeschluss ist der 29. Mai 2026.